„Veränderungen denken, beginnen und gestalten“

Claus Hartmann appelliert an seine Berufskollegen, Veränderungen selbst zu gestalten Foto: Landvolk

Projekt Zukunfts-Bauer: Signal an das Bewusstsein innerhalb des Berufsstandes

L P D – „Ziel des Projektes ‚Zukunfts-Bauer‘ ist es, die Landwirtinnen und Landwirte selbst kritischer zu machen, ihre eigene Situation zu hinterfragen, zu reflektieren, zu bewerten und unterschiedliche Optionen für die Zukunft auszuloten – ein einfaches ‚Weiter so!‘ können wir als Branche nicht umsetzen“, fasst Claus Hartmann zusammen. Der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbandes Northeim-Osterode appelliert an seine Berufskollegen, Veränderungen selbst zu gestalten.

„Wir sind immer noch zu sehr dabei, die Verantwortung dafür auf andere – auf die Politik oder auf die Gesellschaft – abzuwälzen“, stellt er selbstkritisch fest. Vielmehr müssten die Landwirte auf einzelbetrieblicher und auch auf persönlicher Ebene Veränderungen beginnen, denken und gestalten. „Dann hat das Projekt ‚Zukunfts-Bauer‘ jede Menge Potenzial“, ist sich der Landwirt aus Südniedersachsen sicher.

Seit dem vergangenen Jahr und auch auf dem diesjährigen Bauerntag in Münster haben der Deutsche Bauernverband (DBV) und seine Landesverbände unter dem Dach des Projektes Zukunfts-Bauer über neue Wege der heimischen Landwirtschaft diskutiert, um mehr Wertschätzung zu erfahren und eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. „Der Zukunfts-Bauer ist nicht nur betriebswirtschaftlich top, er beobachtet auch sein soziales Umfeld und steht mit ihm im Dialog“, beschreibt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies das Ziel.

Nach Hennies Überzeugung müssen sich dafür auch die landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen weiterentwickeln. „Aus-, Fort- und Weiterbildung können und müssen wichtige Fähigkeiten vermitteln und stellen damit einen zentralen Schlüssel dar“, sagt er. Vor allem bei der Umsetzung des Projekts „Zukunfts-Bauer“ werde diese eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum gehe, wie Landwirtinnen und Landwirte zukunftsfest werden wollen und können. Insgesamt gilt es sich nicht in die Opferrolle zu begeben, sondern die Landwirtschaft (wieder) als Lösungsanbieter für gesellschaftliche Ziele zu verankern.

„Ich bin froh, dass der Bauernverband das Projekt Zukunfts-Bauer angestoßen hat“, sagt Bernhard Barkmann, Schweine- und Bullenmäster aus dem Emsland zum Abschluss des Bauerntages. Er hebt besonders das Bewusstsein und die Veränderungsbereitschaft innerhalb des Berufsstandes hervor und hofft, dass dieses in den kommenden Jahren auch nach außen strahlt. „Mit diesem realen Ausblick fahre ich wieder nach Hause und das macht Mut“, zeigt er sich optimistisch. Weitere Informationen unter https://www.bauernverband.de/themendossiers/zukunftsbauern

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