Rübenernte beginnt außergewöhnlich früh

Aufgrund der großen Anbaufläche und der hohen Ertragserwartungen beginnt die Rübenkampagne in diesem Jahr sehr zeitig Foto: Landvolk

Anbauer erwarten lange Kampagne mit guten Erträgen – Appell an Politik

L P D Ungewöhnlich früh starten die Anbauer von Zuckerrüben in diesem Jahr in die Kampagne. „Aufgrund der großen Anbaufläche und der hohen Ertragserwartungen beginnt die Rübenkampagne in diesem Jahr sehr zeitig“, berichtet Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Geschäftsführer des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) im Gespräch mit dem Landvolk-Pressedienst. Der DNZ rechnet mit „einer der längsten Kampagnen der letzten Jahrzehnte“. In Niedersachsen wachsen in diesem Jahr auf etwas mehr als 100.000 Hektar Zuckerrüben.

Vor diesem Hintergrund hat sich der DNZ mit der Nordzucker AG auf erhöhte Ausgleichszahlungen für den Früh- und Spätlieferzeitraum verständigt, damit den Landwirten keine finanziellen Nachteile entstehen. Trotz der gegenwärtig am Markt rückläufigen Zuckerpreise liegen die Erwartungen zur Rübenbezahlung etwa auf dem Vorjahresniveau, heißt es in einer Mitteilung des DNZ, der eine Interessenvertretung von neun regionalen Zuckerrüben-Anbauverbänden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und einem Teil von Sachsen-Anhalt ist.

Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag in Hildesheim bestätigten die Delegierten der regionalen Verbände den bisherigen Vorsitzenden Eckart Hinrichs aus Wieren (Landkreis Uelzen) für weitere drei Jahre. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Niels Kynast aus Schwüblingsen (Region Hannover) gewählt. Er übernimmt das Amt von Ralf Tegtmeyer, der aber im Vorstand des DNZ bleibt.

Die Gremien des Verbandes befassten sich während ihrer Tagung u.a. mit Nachhaltigkeit und Klimaneutralität im Rübenanbau. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass beide Bereiche erhebliche Herausforderungen darstellen und Kostensteigerungen erwarten lassen. In diesem Zusammenhang appellieren die Rübenanbauer an die Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen: „Keinesfalls darf die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Rübenanbaus infrage gestellt werden“, fasste Vorsitzender Hinrichs zusammen. (LPD 66/2024)

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