Niedersachsen punkten beim Berufswettbewerb

Junge Frauen machten das Rennen: Sie stellten zwar weniger als 30 Prozent derer, die sich für das Finale des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend qualifiziert hatten. Ihr Anteil an denen, die mit Gold, Silber oder Bronze auf die Höfe oder in ihren Betrieb zurückkehrten, liegt jedoch bei knapp 43 Prozent Foto: Gräschke/BDL

Beim Finale zeigte sich besonders die Stärke des weiblichen Nachwuchses

L P DJunge Frauen machten das Rennen: Sie stellten zwar weniger als 30 Prozent derer, die sich für das Finale des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend qualifiziert hatten. Ihr Anteil an denen, die mit Gold, Silber oder Bronze auf die Höfe oder in ihren Betrieb zurückkehrten, liegt jedoch bei knapp 43 Prozent. Das sei neuer Rekord und zeige die Leistungsstärke des weiblichen Berufsnachwuchses, verkündeten die Veranstalter nach dem Finale in Echem im Landkreis Lüneburg. Mehrere Niedersächsinnen und Niedersachsen standen auf dem Siegertreppchen.

Insgesamt hatten sich 107 junge Frauen und Männer aus der grünen Berufsbranche für den Bundesentscheid qualifiziert. Ging es im schriftlichen Teil um anzeigepflichtige Tierkrankheiten und Stoppelmanagement, mussten sie im praktischen Wettbewerb beispielsweise einen Getreideschlag auf Schädlinge sowie Krankheiten kontrollieren und bewerten, wie gut die Tiere in Echem im Stall gehalten werden. Eine Junglandwirtin konnte das mit am besten: Es gewann Rebekka Niers gleichauf mit Cornelius von Eller-Eberstein (beide Niedersachsen) gefolgt von Jasmina Neumann aus Sachsen-Anhalt.

In der Hauswirtschaft standen die neun jungen Frauen in den Berufsbildenden Schulen Lüneburg vor der Aufgabe, landestypische und saisonale Beilagen für ein großes Grillbüfett zuzubereiten. Im Team gab es die Herausforderung, die Professionalität der eigenen Arbeit zu vermitteln: beim Vorbereiten der Wäsche für die Maschine zum Beispiel oder in einer Mitmachaktion zur Fußbodenreinigung. Annika Wilhelm (Baden-Württemberg) entschied das Finale für sich. Eva Sensen aus Niedersachsen wurde Zweite und Platz Drei ging an Laura Krezdorn aus Baden-Württemberg.

„Das Leistungsniveau beim Bundesentscheid war enorm. Viel beeindruckender für mich war aber der Zusammenhalt, der fachliche Austausch und das Miteinander bei diesem Wettbewerb“, lobte die Vorsitzende des Bundes der deutschen Landjugend (BDL), Theresa Schmidt, die Nachwuchskräfte. „Nie hatten wir smartere Aufgaben“, sagte sie und verwies auf Aufgaben wie das Parallelfahrsystem oder die Tätigkeiten am Melkroboter. Der Berufswettbewerb zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Europas und wird vom Deutschen Bauernverband und dem BDL mit den Landesverbänden sowie der Schorlemer-Stiftung ausgerichtet. Schirmherr ist Landwirtschaftsminister Cem Özdemir, der die „grünen Stars“ auf dem Deutschen Bauerntag (in dieser Woche) in Münster ehren wird. (LPd 47/2023)

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