Landvolk: Politik muss Wassermanagement neu denken

Das Landvolk Niedersachsen befürwortet, dass angesichts der Herausforderungen des Klimawandels eine intensive Diskussion über ein zukunftsfähiges Wassermengen-Management und verbesserte Effizienz im Umgang mit den Wasserressourcen begonnen hat Foto: Landvolk

Wasser in den Böden halten und auch aufbereitetes Abwasser nutzen

L P DDas Landvolk Niedersachsen befürwortet, dass angesichts der Herausforderungen des Klimawandels eine intensive Diskussion über ein zukunftsfähiges Wassermengen-Management und verbesserte Effizienz im Umgang mit den Wasserressourcen begonnen hat. „Ich begrüße, dass Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer sich für eine Förderung von Maßnahmen in der Fläche wie Rückhaltebecken oder auch Ferntransportleitungen aus sehr wasserreichen Landesteilen einsetzen will“, erklärt Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies.

„Wir sollten aber nicht nur die im Winter anfallenden Niederschläge möglichst gut zwischenspeichern und den Abfluss besser steuern. Wir müssen das Wasser in unseren Böden halten und zur Steigerung der Grundwasserneubildung auch aufbereitetes Abwasser, zum Beispiel nach einer vierten Reinigungsstufe im Boden versickern lassen, statt in die Nordsee abzuleiten.“

Das Landvolk weist darauf hin, dass die höchste Grundwasserneubildung grundsätzlich unter Äckern und Grünland erfolgt, erst danach unter Laubwäldern. „Es steht außer Frage, dass alle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und dem Verringern von vermeidbaren Verlusten bei der Wassernutzung, auch bei der Feldberegnung, auf ihre Eignung geprüft und gefördert werden müssen“, sagt Hennies. Das erfordere hohe Investitionen auf den Betrieben und sei dort besser angelegt, als über höhere Abgaben „die Kassen des Umweltministeriums zu füttern“, fasst Hennies zusammen.

Überrascht zeigt sich der Landvolkpräsident darüber, dass Umweltminister Meyer offenbar die heimische Erzeugung von bestimmten Lebensmitteln wie regional angebaute Tomaten oder Erdbeeren wegen ihres Bewässerungsbedarfes verbieten will. Hennies: „Damit löst man kein Problem, sondern steigert nur den ohnehin schon sehr hohen Import an Gemüse und Früchten, die häufig mit deutlich größeren Umweltauswirkungen im Ausland angebaut werden.“ (LPD 51/2023)

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