Dorfhelferinnen: Familienarbeit als Traumberuf

Silke Dittmann (l.) u. Gitta Matthes (r.) werben für die Weiterbildung zur Dorfhelferin Foto: Ev. Dorfhelferinnenseminar Loccum

Am 11. September fängt in Loccum ein neuer Kurs an – es sind noch Plätze frei

L P D – Wer versorgt die Kinder, wer kocht, wer putzt, wer tröstet, wenn die Mutter ausfällt? Zum Beispiel, weil sie schwanger ist, einen Unfall hatte oder krank geworden ist. In so einer Notsituation steht die Familie Kopf und ist froh, wenn sie Hilfe findet. Personen mit hauswirtschaftlicher oder gastgewerblicher Vorbildung können als „Berufsspezialistinnen oder Berufsspezialisten für Haushaltsführung und Familienbetreuung“ – besser bekannt als Dorfhelferinnen – diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Das Evangelische Dorfhelferinnenseminar in Loccum, einzige Weiterbildungsstätte in Niedersachsen für diesen Beruf, hat noch Plätze für den diesjährigen Kurs frei. Er beginnt am 11. September. „Der Kurs ist so konzipiert, dass er sich gut in den eigenen Alltag integrieren lässt, mit Modulen in Loccum vor Ort und mit Lerneinheiten, die von zuhause aus bearbeitet werden“, erläutert Silke Dittmann vom Evangelischen Dorfhelferinnenwerk Loccum. Erfahrene Dozentinnen und Dozenten bereiteten mit praxisnahen Inhalten darauf vor, Familien in der Stadt und auf dem Land in Krisensituationen professionell zuunterstützen.

Junge Menschen nach der Ausbildung, aber auch Frauen, die nach der Familienphase mit Mitte 40 im Beruf wieder voll durchstarten wollen, gehören zu denjenigen, die in Loccum die Schulbank drücken. „Gerade die Mütter können ihre wertvollen Erfahrungen im Weiterbildungskurs und bei der späteren Tätigkeit als Dorfhelferin einbringen“, wirbt Dittmann für die attraktive Ausbildung. Anders als in diesem Arbeitsfeld oft üblich, werden die Dorfhelferinnen fest sozialversicherungspflichtig angestellt und nach Tarif bezahlt. „Um ihre Einsatzstellen müssen sich die Dorfhelferinnen nicht kümmern“, hebt sie einen weiteren Vorteil hervor. Diese werden durch die Einsatzleitung geplant und vergeben.

Zudem sei das Dorfhelferinnenwerk flexibel bei der Zahl der zu leistenden Stunden. „Zwischen 25 und 100 Prozent ist alles möglich“, sagt Dittmann. Sogar eine parallele Anstellung als ‚Dorfhelfer oder Dorfhelferin in Weiterbildung‘ kann bei entsprechender persönlicher Eignung schon während der 14-monatigen Kurslaufzeit angestrebt werden. Nach der abschließenden Prüfung vor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden die Absolventinnen im Team an einer wohnortnahen Dorfhelferinnenstation willkommen geheißen.

Weitere Informationen sind auf der Homepage www.dhw-nds.de zu finden, eine Kontaktaufnahme für individuelle Auskünfte und Beratung zum Kurs ist telefonisch unter 05766-7274 oder per E-Mail an seminar@dorfhelferin-nds.de möglich. (LPD 57/2023)

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