Nachhaltigkeit macht nicht an Grenzen halt

Nora Lahmann (Mitte) beim "Youth Dialogues“, einer „Konferenz zur nachhaltigen Transformation der Nutztierhaltung“ in Rom Foto: FAO/Cristiano Minichiello

Milchreferentin auf internationaler Mission in Rom – Gelungener Austausch zur Zukunft der Nutztierhaltung

L P D – Die Milchreferentin beim Landvolk Niedersachsen, Nora Lahmann, die auch Referentin für Nachhaltigkeit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) ist, hatte vor kurzem die Gelegenheit, die niedersächsische Milchwirtschaft im Rahmen eines „Youth Dialogues“ bei der „Konferenz zur nachhaltigen Transformation der Nutztierhaltung“ in Rom zu vertreten. „Das war eine horizonterweiternde Veranstaltung“, berichtet die Fachfrau gegenüber dem Landvolk-Pressedienst. „Die Agrarpolitik war vielfach auf hoher Ebene vertreten, darunter Landwirtschaftsmister und Ministeriumsvertreter verschiedener Länder wie Uruguay, Kenia, Saudi-Arabien und Holland.“

Ausrichter des dreitägigen Treffens war die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), die ihren Hauptsitz in der italienischen Kapitale hat. Ziel der Reihe von FAO-Dialogen ist es, das Bewusstsein für Zukunftsfragen der (globalen) Landwirtschaft zu schärfen. Der Austausch wurde von Jugendlichen für Jugendliche ins Leben gerufen, mit der Absicht, junge Menschen aus der ganzen Welt miteinander zu verbinden und zu befähigen, Prioritäten zu diskutieren sowie innovative und umsetzbare Lösungen für eine nachhaltige Transformation der Nutztierhaltung zu identifizieren.

An der Veranstaltung in Rom nahmen knapp 100 junge Leute im Alter von 21 bis 35 Jahren teil, die über berufliche und/oder akademische Erfahrung im Bereich der Nutztierhaltung verfügen. Nora Lahmann hatte sich beworben und konnte die Perspektive der niedersächsischen Milchwirtschaft in den globalen Dialog einbringen. „Es stellte sich heraus, dass die Jugendlichen durch einen hohen Bildungsgrad, Englischkenntnisse und einen hohen Grad an Motivation, durchaus fortschrittlicher diskutierten als die älteren Vertreter der Veranstaltung“, so ihre Beobachtung. „Die größten Herausforderungen decken sich: die Auswirkungen des Klimawandels, fehlende Perspektiven, und fehlender Nachwuchs in der Nutztierhaltung. Nachhaltigkeit macht nicht an den Grenzen Halt.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in Workshops ein Abschlusspapier erarbeitet. Ihre Empfehlungen umfassten die Priorisierung ganzheitlicher, wissenschaftsbasierter und inklusiver Ansätze, die Einbeziehung der Jugend in sektorübergreifende Partnerschaften, das Fördern von generationenübergreifender und geschlechtsspezifischer Gleichberechtigung sowie das Bereitstellen von politischer und finanzieller Unterstützung für junge Akteurinnen und Akteure im Nutztierbereich. Die Teilnehmer plädierten auch dafür, mehr Jugendliche zur Aufnahme einer landwirtschaftlichen Tätigkeit zu ermutigen, Technologie und Wissen zu nutzen und Innovationen zu fördern. Die Landjugend in Deutschland wurde als positives Beispiel genannt, Jugendliche in bestehende Plattformen für den Wissensaustausch zu integrieren. (LPD 82/2023)

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