Landjugend: 72 Stunden lang einfach mal machen

Mit Energie und Kreativität stellen sich die rund 5.000 Landjugendlichen der Herausforderung. Gemeinsam anpacken, etwas für die Dorfgemeinschaft schaffen und abschließend den Erfolg zusammen feiern – dafür steht diese Aktion Foto: NLJ

Neuer Teilnehmerrekord: 128 Gruppen wollen Nachhaltiges für ihren Ort schaffen

L P D – „Unsere Zeit ist jetzt!“ lautet das Motto der 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend (NLJ), die nach vier Jahren erneut in die nächste Runde startet. Vom 11. bis 14. Mai findet in diesem Jahr das Landjugend-Highlight statt. Niedersachsenweit heißt es dann für 128 Gruppen „Eure Aufgabe lautet…“. „Noch nie zuvor haben so viele Ortsgruppen an einer 72-Stunden-Aktion der NLJ mitgewirkt“, freut sich Hannes Wilhelms, stellvertretender Landesvorsitzender der NLJ und Mitglied im Projektteam. „Ein Rekord, der zeigt, wie engagiert und motiviert die jungen Leute im ländlichen Raum sind.“

Seit 1995 veranstaltet die Niedersächsische Landjugend die 72-Stunden-Aktion alle vier Jahre. „Die Landjugendlichen fiebern der Aktion entgegen“, betont Neele Rowold, stellvertretende Landesvorsitzende der NLJ und ebenfalls Mitglied im Projektteam. „Mit Energie und Kreativität stellen sich die rund 5.000 Landjugendlichen der Herausforderung. Gemeinsam anpacken, etwas für die Dorfgemeinschaft schaffen und abschließend den Erfolg zusammen feiern – dafür steht diese Aktion.“ Den Namen erhält die Aktion durch ihre Dauer. Von Donnerstag ab 18 Uhr bis Sontag 18 Uhr, also für 72 Stunden, stellt sich die jeweilige Ortsgruppe einer individuellen und vorher unbekannten Aufgabe und bringt sie innerhalb dieser Zeit zum erfolgreichen Ende. Von der Neugestaltung des Dorfplatzes, dem Bau eines Wanderweges bis hin zur Kindergartenrenovierung – alles ist möglich und denkbar. Hilfe ist dabei ausdrücklich erwünscht, teilen Niedersachsens Landjugendliche mit.

Die Landjugendlichen versuchen das ganze Dorf mit einzuspannen, um so etwas Nachhaltiges für ihre Region zu schaffen. Gefragt sind vor allem Kreativität, Organisationsfähigkeit und handwerkliches Geschick. Ein „Agent“ sucht für jedes Dorf die passende Aufgabe, die immer im Interesse der Jugendlichen aber auch des Dorfes liegt. Diese „Agentinnen und Agenten“ stammen aus den Gemeinderäten, der Kirchengemeinde, aus anderen Verbänden wie Landvolk und Landfrauen oder haben selbst einige Jahre aktiv in der Landjugend verbracht. Agent und Aufgabe bleiben bis zum Aktionsstart am 11. Mai geheim.

Unterstützt wird die niedersachsenweite Aktion von einem prominenten Schirmherrn. Dieses Mal ist es Timm „Doppel-M“ Busche, der Moderator der Morgenshow „anders&wach“ bei Antenne Niedersachsen. „Ich habe diese Schirmherrschaft nicht übernommen, um euch ein gutes Vorbild zu sein, sondern weil ihr mir ein Vorbild seid“, ist Busche jetzt schon begeistert über das ehrenamtliche Engagement der Landjugendlichen und gespannt auf die Ergebnisse in den einzelnen Ortschaften. LPD (22/2023)

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Silke Breustedt-Muschalla

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