Kräuter bringen Pfiff an winterliche Gerichte

Foto: Landvolk Niedersachsen

Gärtnereien ziehen Pflanzen nach Bedarf vor, um immer frische Kräuter anzubieten

L P D – In den Gewächshäusern der Gärtnerei von Petra Haake in Papenburg duftet es wunderbar nach Oregano, Minze, Basilikum und anderen frischen Küchenkräutern. Die Gartenbaumeisterin führt einen von 50 Familienbetrieben, die sich zur Papenburger Gartenbauzentrale zusammengeschlossen haben. Wie der Landvolk-Pressedienst schreibt, kultivieren die Gärtnereien dort auf 170 Hektar (ha) im Freiland und 100 ha unter Glas rund 90 Mio. Kräutertöpfe im Jahr und bieten so auch im Winter die Möglichkeit, sich frische Kräuter ins Haus zu holen und damit deftige Gerichte zu verfeinern, Salaten eine frische Note zu verleihen oder belegte Brote zu garnieren. Bei mehr als 80 verschiedenen Kräutern haben die Verbraucher die freie Auswahl.

„Aromatische Minze verfeinert Tee und Cocktails und bringt ein tolles Urlaubsgefühl in den deutschen Winter“, sagt Haake und träumt von ihrer Zeit auf Hawaii, wo sie für anderthalb Jahre in einem Zierpflanzenbetrieb arbeitete. Nach dieser Zeit stattete sie ein Jahr lang im westafrikanischen Land Elfenbeinküste internationale Hotels mit Grünpflanzen aus. Zurück in Deutschland begann sie mit dem Anbau von Petersilie in Töpfen, bevor sie 1997 den Betrieb ihrer Eltern übernahm und ihr Sortiment um zahlreiche Kräutersorten erweiterte. Seit 2018 ist ihr Bio-Gartenbaubetrieb Bioland-Mitglied und arbeitet nach den strengen Richtlinien des Verbandes, die weit über die der EG-Öko-Verordnung hinausgehen.

„Den Anbau der Kräuter verantworten die Gärtnereien selbst, die Vermarktung und Logistik übernimmt die Genossenschaft“, erläutert Marianne Niedermeier von der Gartenbauzentrale eG. Die hat es allerdings in sich: Bundesweit werden die Kräuter innerhalb von 12-24 Stunden ausgeliefert, sodass das frische Grün schnellstmöglich in den Supermärkten ankommt. Neben den Kräutern gehören auch Gemüse, Salate und Blumen zum Sortiment, der bereits 1931 als Absatz- und Bezugsgenossenschaft gegründeten Gartenbauzentrale.

Im Rahmen des Emslandplanes zur wirtschaftlichen Entwicklung errichtete der Landkreis in den 50er Jahren drei Gärtnersiedlungen in Papenburg und warb bundesweit Gärtnerbetriebe an. So wie die Eltern von Petra Haake, die in den 60er-Jahren aus Dresden nach Papenburg kamen und sich dort mit Chrysanthemen, Freesien, Primeln, Geranien sowie Salatgurken eine neue Existenz aufbauten. Sie legten damit den Grundstein für den heutigen Marktführer bei Kräutern und der wirtschaftlichen Existenz ihrer Tochter. „Ich freue mich sehr, dass ich hier im Norden frische Kräuter anbauen kann,“ sagt die überzeugte Biogärtnerin. Auch weil sie selbst gerne ihren Nudelsalat mit Thymian, Oregano, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie verfeinert oder sich auf kurzem Weg mit Basilikum für Pesto versorgen kann. (LPD 13/2021)

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